Kultivierter Auftritt am 27.01.2013 in der Christuskirche Boppard


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Akkordeon-Club Koblenz (ACK) lieferte stimmungsvolles Konzert

Gefühlvoll, in stimmigem Zusammenspiel und mit ausgewogener Dynamik eröffnete das Orchester des ACK sein viertes Bopparder Kirchenkonzert in der evangelischen Christuskirche mit „O holy night“, einem Werk des französischen Komponisten Adolphe Adam, im Originaltitel „Minuit, Chrétiens“. Trotz des regnerischen Wetters war das Gotteshaus sehr gut besucht. Viele Zuhörer waren verwundert über die Klangvielfalt, die das Akkordeonorchester, verstärkt durch Schlagzeug und Keyboard, hervorzauberte. Eine Mischung aus flotten und getragenen Musikstücken ließ die Zeit verfliegen. Auf den swingenden „Jingle bell rock“ folgte die Filmmusik „Drei Nüsse für Aschenbrödel“, die in der Weihnachtszeit mehrfach im Fernsehen zu hören war.

Verstärkt durch einige Spieler des Nachwuchsorchesters, erklangen „Adiemus“ aus dem Zyklus „Songs of Sanctuary“ des walisischen Komponisten Karl Jenkins und die auch heute noch immer sehr bekannte Filmmusik „Conquest of paradise“ von Vangelis.

Unter der sicheren Stabführung von Anna Beyer erklang aus der Originalkomposition „Drei Impressionen“ von Paul Kühmstedt der erste Satz „Marsch“, militärisch-zackig vorgetragen, wobei es beim zweiten Satz „Vieille Chanson“ lyrisch-getragen zuging. Die nachfolgende Suite nach alten französischen Tänzen „Die drei Musketiere“ von Adolf Götz forderte von den Orchestermitgliedern das Äußerste an Geläufigkeit und Präzision. Eine Bereicherung des Konzerts waren die beiden Solovorträge „Die Himmel rühmen“ von Ludwig van Beethoven und „Oblivion“ von Astor Piazzolla, vorgetragen von Willi Geuer.

Mit „Choral und Rockout“ des Niederländers Ted Huggens und dem rhythmisch anspruchsvollen Musikwerk „Heal the world“ von Michael Jackson klang das abwechslungsreiche Konzert aus. Die begeisterten Zuhörer forderten mit ihrem lang anhaltenden Applaus die gern gewährte Zugabe heraus. Mit „Music“ von John Miles bedankte sich das Orchester für deren Interesse und ihre große Disziplin. Durch das Konzert führte Willi Geuer mit interessanten Einblicken und Hintergrundinformationen.

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Freitag, 1. Februar 2013, Seite 19